Wieder Lokführer Streik bei Privatbahnen

14. April 2011 | | Bahnreisen, Branchennews | Keine Kommentare

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TweetEmail TweetEmail Seit 2 Uhr Donnerstagmorgen  findet im ganzen Land der nächste Streik der Lokführer der Privatbahnen statt. Die neue Streikwelle hat nach Angaben der Lokführer-Gewerkschaft GDL bereits in den ersten Stunden zu massiven Zugausfällen geführt. Im ganzen Land fielen laut GDL-Chef Weselsky 70 Prozent der Züge aus. Weselsky betonte: „Die Streikwelle ist genauso angelaufen [...]

Streik der Lokführer bei den Privatbahnen

Streik der Lokführer bei den Privatbahnen führ zu Verspätungen und Zugausfällen (Foto: Florian K Quelle: flickr)

Seit 2 Uhr Donnerstagmorgen  findet im ganzen Land der nächste Streik der Lokführer der Privatbahnen statt. Die neue Streikwelle hat nach Angaben der Lokführer-Gewerkschaft GDL bereits in den ersten Stunden zu massiven Zugausfällen geführt. Im ganzen Land fielen laut GDL-Chef Weselsky 70 Prozent der Züge aus. Weselsky betonte: „Die Streikwelle ist genauso angelaufen wie die bisherigen auch – mit hervorragender Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen.“ Der Arbeitskampf soll noch bis zum Wochenende andauern.

Zugausfälle im ganzen Land

Laut Aussagen der GDL gibt es Zugausfälle im ganzen Land. Der Norden ist wieder stärker betroffen, „weil wir dort natürlich eine hohe Anzahl von einzelnen Privatbahnen haben“, erklärte Weselsky.

Norddeutschland: In Niedersachsen sind die Gesellschaften Osthannoversche Eisenbahn, Westfalenbahn  und Metronom betroffen. Mehr als 80 Prozent der Züge in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen stehen still. Pendler in Nordrhein-Westfalen waren ebenfalls teils massiv betroffen, hier kam es vor allem in der Region Münster-Osnabrück-Paderborn zu erheblichen Zugausfällen.

Mitteldeutschland: In Sachsen und Thüringen fielen bei der Ostdeutschen Eisenbahn und bei der Vogtlandbahn zahlreiche Zugverbindungen aus. Auch der Harz-Elbe-Express und die Mitteldeutsche Regiobahn sind betroffen, hier wird versucht, mit Hilfe von Bussen drei Viertel der üblichen Leistung anzubieten.

Süddeutschland: In Bayern fahren Züge der betroffenen Bahnen, die die Vogtlandbahn und Bayerische Regiobahn nach Notfallfahrplänen. Die Bayerische Regiobahn fährt dabei nach dem  Wochenendfahrplan, mit allerdings mit doppelt so langen Zügen. In Baden-Württemberg waren die Auswirkungen des Streiks dagegen zunächst nicht zu spüren.

GDL bereit zu weiteren Streiks

Auf die Frage, wie lange die GDL den Streik noch durchhalten könne, sagte Weselsky: „Es sollte sich niemand Sorgen um unsere Gewerkschaftskasse machen. Die GDL ist in der Lage noch wesentlich mehr streiken zu können, aber wir wollen das nicht. Unsere Lokführer wollen pünktlich Züge befördern. Sie sind nicht die Streikhansel an sich.“ Der aktuelle Arbeitskampf sei aber angesichts der Zustände im Markt „nicht nur gerecht, sondern dringend erforderlich“, so Weselsky

Streikinformationen bei den Privatbahnen gibt es auf der Internetseite der jeweiligen Privatbahn:

Osthannoversche Eisenbahn

Metronom

Westfalenbahn

Ostdeutschen Eisenbahn

Harz-Elbe-Express

Mitteldeutsche Regiobahn

Vogtlandbahn

Bayerische Regiobahn

Informationen zu den Streiks weiteren Privatbahnen sind auf den Internetseiten der Bahngesellschaft zu finden. Eine Übersicht gibt es hier.

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