Tief Petra sorgt weiterhin für Schneechaos in Deutschland

17. Dezember 2010 | | Deutschland | Keine Kommentare

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Tief Petra ist fast weg aber der Schnee und die Glätte bleiben. Erneut gibt es Probleme an vielen deutschen und europäischen Flughäfen. Reisende müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen. Auch auf den Straßen und beim Zugverkehr herrscht immer noch Chaos.

Tief Petra zieht weiter und hinterlässt ein Schneechaos

Tief Petra zieht weiter und hinterlässt ein Schneechaos (Foto: xdfrog, Quelle:flickr)

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden am Morgen erneut 200 Flüge auf Grund der Wetterverhältnisse annulliert. In der Nacht wurde der Flughafen für eine Stunde gesperrt, damit die Landebahnen geräumt werden konnten. Jedoch sind die Streichungen mehr auf Probleme anderer Flughäfen in Europa zurückzuführen, sagte ein Flughafensprecher. Deutsche und internationale Flughäfen hatten Probleme, darunter auch die Flughäfen Amsterdam, München und Belfast.

In Berlin-Tegel sind wegen anhaltender Schneefälle knapp ein Drittel der Flüge heute Morgen gestrichen worden. Die Enteisung der Flugzeuge bereitete zwar keine Probleme mehr, da sich die Konsistenz des Schnees geändert hat, aber trotzdem ist der Winterdienst dort seit Donnerstag im Dauereinsatz. Auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld herrscht hingegen Normalbetrieb.

Staus und Unfälle auf den Straßen

In Nordrhein-Westfalen durften in der Nacht von Donnerstag auf Freitag keine Lastwagen über 7,5 Tonnen mehr fahren. Zuvor waren viele Laster auf den Straßen liegen geblieben. Auf der A4 standen 50 Lkws hintereinander. Das Fahrverbot wurde am Morgen wieder aufgehoben. Im Land kam es Nachts zu Staus von insgesamt 185 Kilometern. Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und Technischen Hilfswerk versorgten die Wartenden mit Getränken und Decken.

Staus nach Unfällen gab es auch in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Ein querstehender Lastwagen sorgte dafür, dass in Sachen-Anhalt Autofahrer auf der A2 und A14 stundenlang festsaßen. Wegen Schneeverwehungen waren in Sachsen zahlreiche Straßen gesperrt, vor allem um Görlitz und Leipzig herum. In Bayern kamen insgesamt drei Menschen auf den glatten Straßen ums Leben.

Panik im Zug

Ein Regionalexpress mit 400 Gästen an Bord blieb am Donnerstag auf der Strecke Hamburg-Lübeck liegen. Nachdem die Batterien des Zuges erschöpft waren, fielen die Heizung und die Beleuchtung aus. Bei den Fahrgästen brach Panik aus. Nach etwa zwei Stunden trafen die Feuerwehr und der Katastrophenschutz ein und brachten die Menschen in eine Turnhalle. Davor durfte der Zugführer die Türen aus Sicherheitsgründen nicht öffnen, da auf den Nebenstrecken noch Züge fuhren. Wegen des Rückstaus waren 38 Züge von dem Stromausfall betroffen. An den Bahnhöfen in Ahrensburg und Bargteheide saßen tausende Reisende in der Kälte fest.

Schneefrei in mehreren Bundesländern

Die Schüler im ganzen Land werden sich über das Winterwetter freuen. In Mecklenburg-Vorpommern fällt an allen Schulen der Unterricht aus. In 5 Landkreisen in Sachsen sowie in Chemnitz fällt ebenfalls der Unterricht aus. Auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern heißt es Schneefrei an Schulen in mehreren Städten und Landkreisen.

Unwetterwarnung für Sachsen und Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg schneit es seit dem frühen Morgen. Laut den Behörden kam es im ganzen Land schon zu 108 Unfällen, dabei entstand ein Sachschaden von rund 450.000 Euro. Die Wetterexperten rechnen mit weiteren heftigen Schneefällen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet vor allem im Osten Neuschnee.

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