Laut Planungen der Deutschen Bahn werden In Zukunft keine ICE´s und IC´s über den Bahnhof Zoologischer Garten und den Ostbahnhof fahren. Für den Bahnhof Zoo bedeutet das, dass er endgültig vom Fernverkehr ausgeschlossen ist.
Keine Fernzüge mehr am Bahnhof Zoo und Ostbahnhof
28. Februar 2012 | | Bahnreisen, Deutschland, Verschiedenes | 1 Kommentar

Berliner Hauptbahnhof (Foto: SwantjeK, Quelle: TripsByTips)
Fernzüge sollen ab dem kommenden Winterfahrplan in Spandau über Jungfernheide zum Hauptbahnhof umgeleitet werden. Für den Bahnhof Zoologischer Garten bedeutet dies eine endgültige Abkoppelung vom Fernverkehr und häufigeres Umsteigen für alle.
Der Berliner Senat begegnet der Entscheidung mit Unverständnis. Mit diesem Vorhaben verliert die Hauptstadt zwei Hauptverkehrsknotenpunkte im Osten und Westen der Stadt. Doch der Bahnhof Zoologischer Garten hat beste Verbindungen an den ÖPNV. Außerdem wird in naher Zukunft das Nobelhotel Waldorf Astoria in der Nähe des Bahnhofs eröffnet sowie der erneuerte Geschäfts- und Hotelkomplex Bikini Berlin. Der Senat will dieses Vorhaben der Deutschen Bahn nicht durchgehen lassen.
Mehr Regionalzüge auf der Ost-West Strecke
Laut der Deutschen Bahn ist der Grund für die Neuerung, der künftig anwachsende starke Verkehr von Regionalzügen auf der Ost-West Strecke. Denn ab Dezember wird zwischen Potsdam, Zoologischer Garten und Friedrichstraße alle 15 Minuten ein Regionalzug fahren. Des Weiteren ist über die Stadtbahn bis zum Flughafen ein kundenfreundlicher Fahrplan in Planung, sodass ein geregelter 30-Minuten-Takt entsteht. Bei diesen Veränderungen stellt sich schon die Frage, ob für die Fernzüge noch Platz auf der Ost-West Strecke ist? Doch die Deutsche Bahn versichert die bestmöglichen Lösungen für Kunden des Nah- als auch des Fernverkehrs zu finden.
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Kommentare (1)

Wenn jetzt die übrigen Fernzüge von Berlin-Spandau aus auch über Jungfernheide umgeleitet werden, dann muß das doch aufgrund der Zweigleisigkeit zu einem neuen Nadelöhr von Spandau bis zum tiefgelegenen Hbf führen. Wenn dann die meisten am Hbf endenden Fernzüge dann noch abgestellt werden müssen, dann kommen doch nur die Abstellbahnhöfe Rummelsburg und Grunewald in Frage. Das würde aber für die entsprechenden Rangierfahrten einen enormen Umweg und damit wiederum einen zusätzlichen Engpaß auf dem inneren oder äußeren Berliner Ring bedeuten. Wenn dann auch noch einige ICEs zum neuen Flughafenbahnhof BBI verlängert werden, entsteht doch auf der Anhalter Bahn zwischen Südkreuz und Teltow ebenfalls ein neuer Engpaß, zumal man mit dem geplanten Lückenschluß der Dresdener Bahn zwischen Südkreuz und Blankenfelde noch nicht einmal begonnen hat. – Fazit: Die Verlagerung aller Fernzüge zum Tunnelbahnhof führt zwar zu einer Entlastung der Stadtbahn, schafft aber anderswo neue Nadelöhre.